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In der Gemeinde Cauco soll in konzentrierter Form sichtbar gemacht werden, wie die traditionelle Berglandwirtschaft ausgesehen hat. Am gleichen Ort kann man erfahren, wie ein heutiger Bergbauernbetrieb funktioniert und welche Sorgen die Bauern sowie die gesamte Kleingemeinde beschäftigen. Entlang der im Rahmen der Güterzusammenlegung gebauten Strasse, dank der in Cauco auch noch größeren Flächen auf der Höhe der Monti gemäht werden, begegnen wir der heutigen Landwirtschaft. Auf den wieder hergestellten alten Fußwegen kann man realitätsnah erleben, wie mühsam die Bewirtschaftung der Talhänge früher gewesen sein muss und man erhält Einblick in die primitiven Wohn- und Ökonomiegebäude auf den Monti, die einst im Rahmen der traditionellen Landwirtschaft längere Zeit im Jahr benutzt wurden als die Gebäude im Dorf. An klimatisch bevorzugten Stellen stoßen wir auf Terrassenreste, die früheren Ackerbau bezeugen. Dieser war im Rahmen der weitgehend autarken Wirtschaft vor 1850 unentbehrlich. Im Zuge der Extensivierung der Agrarwirtschaft haben sie ihre Funktion verloren. Auf Schritt und Tritt begegnen wir weiteren Spuren der Abwanderung: Gebäuderuinen (Bild unten), zerfallene Brunnen (Bild unten), in Weiden umgewandelte Wiesen oder Ackerflächen, beginnende Verbuschung im Weideland oder vom Wald zurück erobertes ehemaliges Kulturland. Besonders eindrücklich ist das Schicksal von Lasciallo, neben der prachtvollen Barockkapelle (siehe virtuelles Fenster) stehen nur noch 3 Gebäude der einst von mindestens 12 Familien ganzjährig bewohnten Siedlung. Damit mindestens ein Teil der Vergangenheit sichtbar bleibt, muss eine kompakte Verwaldung der Talhänge, wie sie in Gang gekommen ist, verhindert werden, müssen Flächen offen gehalten werden. Dieses Ziel lässt sich nur gemeinsam mit den Landbesitzern erreichen, zudem ist eine Entbuschung von Wiesen und Weiden nur sinnvoll, wenn die Flächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Links: |
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Gebäuderuine |
zerfallener Brunnen |
alte Mauern |
Wieso ein solches Projekt gerade in Cauco?
Das vorliegende Projekt möchte als Impuls zur Erhaltung des kulturlandschaftlichen Erbes der Region (und damit zur Berglandwirtschaft in reduziertem Umfang) verstanden werden. Dieses Erbe ist das wichtigste Kapitel für einen naturnahen Tourismus ohne den das Tal in der Zukunft nicht auskommen wird. Wir möchten an einem Beispiel zeigen, wie heutige und vergangene Landschaft erlebt und damit besser verstanden werden kann und wie Landschaftspflege und aktuelle wirtschaftliche Ziele kombiniert werden können. Vielleicht kann das Projekt so dazu beitragen, die Erhaltung naturnaher Kulturlandschaften als wichtige Aufgabe zu erkennen. Diese Aufgabe muss als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden, die Ziele lassen sich nur erreichen wenn alle zusammenarbeiten, denen das Calancatal am Herzen liegt: Ferienhausbesitzer, Touristen und hier wohnhafte Menschen. |
neu gemachter Wanderwegabschnitt |
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wiederhergestellte Ackerterrassen |
Die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca will im Rahmen dieses
Projektes
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Wanderweg |
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